Offizielles Statement des Liechtensteinischen Bankenverbandes
Eine bislang unbekannte Täterschaft hat sich in der Nacht auf den 30. Juli 2026 widerrechtlich Zugang zum staatlich geführten «Verzeichnis wirtschaftlich berechtigter Personen» – kurz VwbP – verschafft.
Der Vorfall betrifft ausschliesslich das staatlich geführte Verzeichnis. Dieses beinhaltet Namen/Bezeichnung der Rechtsträger sowie die Angaben zu den wirtschaftlich berechtigten Personen der Rechtsträger, das heisst Rolle, Name, Vorname, Geburtsdatum, Staatsangehörigkeit(en) und Wohnsitzstaat der wirtschaftlich berechtigten Personen des Rechtsträgers. Eine Adresse oder Telefonnummer wird im elektronischen System des Verzeichnisses nicht erfasst. Auch nicht erfasst werden Daten zur finanziellen Situation der Rechtsträger wie Umsätze, Vermögenswerte, Höhe der Ausschüttungen, Dividenden, etc.
Bank- oder Bankkundendaten sind vom Vorfall nicht betroffen.
Bank- sowie Bankkundendaten oder bei den Banken gespeicherte Kunden-, Konto-, Vermögens-, Transaktions-, Portfolio- und E-Banking-Daten oder Bank- und Bankkundendaten sind nicht betroffen.
Insbesondere sind nicht betroffen:
- Konten und Vermögenswerte;
- Kontostände und Transaktionsdaten;
- Wertschriften- und Portfolioinformationen;
- Vermögensverwaltungs- und Beratungsdaten;
- E-Banking-Zugangsdaten;
- jedwelche andere Bank-Kommunikation.
Das Bankkundengeheimnis ist durch den Vorfall nicht tangiert. Ebenso können aus den beim staatlichen Verzeichnis abgezogenen Informationen keinerlei Rückschlüsse auf eine mögliche Bankbeziehung hergestellt werden.
Die zuständigen Behörden nehmen den Vorfall sehr ernst und arbeiten mit Hochdruck an der vollständigen Aufklärung. Der Liechtensteinische Bankenverband steht hierzu in engem Austausch mit den Behörden und der Regierung und verfolgt die weiteren Entwicklungen aufmerksam.